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 Medienmitteilung

Gaza:
70 Jahre Vertreibung sind genug!

Die israelische Armee hat an der Grenze des Gazastreifens auf palästinensische Demonstranten das Feuer eröffnet und 17 Palästinenser getötet. Unbewaffnete Palästinenser, die sich der Grenze von Gaza aus nähern, werden von Israel zu „Terroristen“ erklärt, welche das Land angegriffen hätten.

Mit dem „Marsch der Rückkehr“ demonstrieren die Palästinenser für ihr Recht auf Rückkehr an ihre Heimatorte, aus denen sie 1948 vertrieben worden waren. 1949 hat Israel gegenüber der UNO zugesichert, dass es die UNO-Resolutionen, insbesondere die Resolution 194 vom 11. Dezember 1948 respektieren werde, welche die Rückkehr der Flüchtlinge verlangte.

Israel wurde daraufhin als Mitglied der UNO aufgenommen, erfüllte jedoch seine Verpflichtungen bis heute nicht.

70 % der Einwohner*innen des Gazastreifens sind Flüchtlinge und Vertriebene der Nakba von 1948 vor und nach der Gründung des Staates Israel.

Ein gerechter und dauerhafter Frieden, wie ihn auch der Bundesrat fordert, ist ohne die Umsetzung des Rechts auf Rückkehr der Flüchtlinge nicht denkbar. 

Die Gesellschaft Schweiz-Palästina unterstützt die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung der Ermordung unbewaffneter Zivilpersonen und fordert internationale Sanktionen gegen Israel.

Die seit zehn Jahren bestehende Blockade des Gazastreifens muss beendet werden.

Kontakt: Ron Ganzfried, 079 592 22 84

01.04.2018   Gesellschaft Schweiz-Palästina