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HungerstreikUnterstützt den Kampf
der palästinensischen
politischen Gefangenen

Über 1500 Palästinenser sind am 17. April, dem Tag der palästinensischen Gefangenen, in den Hungerstreik getreten. Die Gefangenen befinden sich in Gefängnissen innerhalb Israels. Gemäss der Gefangenenrechts-Organisation Addameer gibt es zurzeit 6300 palästinensische politische Gefangene, darunter 500 in Administrativhaft ohne Gerichtsverfahren.

Die Gefangenen fordern die Beendigung der Isolationshaft, die Aufhebung der Administrativhaft, die Erleichterung der Besuche der Familienangehörigen, Bildungsmöglichkeiten sowie die Installierung öffentlicher Telefone.

Palästinensische Gefangene leiden unter Folter, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung sowie mangelhafter medizinischer Versorgung, schreibt Marwan Barghouti, ein führender palästinensischer Widerstandskämpfer, der seit 2002 inhaftiert ist, in einem in der New York Times erschienenen Artikel. Seit 1967 starben über 50 Gefangene wegen fehlender medizinischer Behandlung und 70 Gefangene unter der Folter.

www.nytimes.com/2017/04/16/opinion/palestinian-hunger-strike-prisoners-call-for-justice.html

Amnesty International bezeichnet die Haftbedingungen für Palästinenser in israelischen Gefängnissen als „grausam und ungesetzlich“. Die erbarmungslose Politik der Inhaftierung von Palästinensern aus den besetzten Gebieten in Gefängnissen innerhalb Israels sei eine flagrante Verletzung der Vierten Genfer Konvention. Dadurch schneidet Israel die Gefangenen praktisch von Besuchen durch Angehörige ab, da sie kaum nach Israel reisen können.

www.amnesty.org/en/latest/news/2017/04/israel-must-end-unlawful-and-cruel-policies-towards-palestinian-prisoners/

Die palästinensische Gefangenrechtsorganisation Addameer ruft dazu auf, die Forderungen der Hungerstreikenden durch Social Media Kampagnen, Briefe an eigene und israelische Politiker, Demonstrationen und durch die BDS-Kampagne weltweit zu unterstützen:

www.addameer.org/news/take-action-palestinian-political-prisoners-launch-mass-hunger-strike

Die Gesellschaft Schweiz-Palästina schliesst sich dem Aufruf an, den Hungerstreik aktiv zu unterstützen. Sie verurteilt die Verletzung der Vierten Genfer Konvention durch Israel und drängt den Bundesrat dazu, deren Einhaltung mit Nachdruck einzufordern.